(1686) 21, 19 - 34

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1686

»Gott spart das Unglück des Gottlosen auf für dessen Kinder.« Er vergelte es ihm selbst, dass er's spüre! Seine Augen mögen sein Verderben sehen, und vom Grimm des Allmächtigen möge er trinken! Denn was liegt ihm an seinem Hause nach seinem Tode, wenn die Zahl seiner Monde zu Ende ist? Wer will Gott Weisheit lehren, der auch die Hohen richtet? Der eine stirbt frisch und gesund in allem Reichtum und voller Genüge, sein Melkfass ist voll Milch, und sein Gebein wird gemästet mit Mark; der andere aber stirbt mit verbitterter Seele und hat nie vom Glück gekostet – und doch liegen beide miteinander in der Erde, und Gewürm deckt sie zu. Siehe, ich kenne eure Gedanken und eure Ränke, mit denen ihr mir Unrecht antut. Denn ihr sprecht: »Wo ist das Haus des Fürsten, und wo ist die Hütte, in der die Gottlosen wohnten?« Habt ihr nicht befragt, die des Weges kommen, und nicht auf ihre Zeichen geachtet, dass nämlich der Böse erhalten wird am Tage des Verderbens und am Tage des Grimms bleibt? Wer sagt ihm ins Angesicht, was er verdient? Wer vergilt ihm, was er getan hat? Wird er doch zu Grabe geleitet, und man hält Wache über seinem Hügel! Süß sind ihm die Schollen des Grabes, und alle Menschen ziehen ihm nach, und die ihm vorangehen, sind nicht zu zählen. Wie tröstet ihr mich mit Nichtigkeiten, und von euren Antworten bleibt nichts als Trug!

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