(1694) 27, 1 - 12

Code: 
1694

Und Hiob fuhr fort mit seinem Spruch und sprach: So wahr Gott lebt, der mir mein Recht verweigert, und der Allmächtige, der meine Seele betrübt – solange noch mein Odem in mir ist und der Hauch von Gott in meiner Nase –: Meine Lippen reden nichts Unrechtes, und meine Zunge sagt keinen Betrug. Das sei ferne von mir, dass ich euch Recht gebe; bis mein Ende kommt, will ich nicht weichen von meiner Unschuld. An meiner Gerechtigkeit halte ich fest und lasse sie nicht; mein Gewissen beißt mich nicht wegen eines meiner Tage. Meinem Feind soll es gehen wie dem Gottlosen und dem, der sich gegen mich auflehnt, wie dem Ungerechten. Denn was ist die Hoffnung des Ruchlosen, wenn Gott mit ihm ein Ende macht und seine Seele von ihm fordert? Meinst du, dass Gott sein Schreien hören wird, wenn die Angst über ihn kommt? Oder kann er an dem Allmächtigen seine Lust haben und Gott allezeit anrufen? Ich will euch über Gottes Tun belehren, und wie der Allmächtige gesinnt ist, will ich nicht verhehlen. Siehe, ihr habt es selber gesehen; warum bringt ihr dann so unnütze Dinge vor?