(1745) 10, 1 - 9

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1745

Herr, warum stehst du so ferne,verbirgst dich zur Zeit der Not? Weil der Gottlose Übermut treibt, müssen die Elenden leiden;sie werden gefangen in den Ränken, die er ersann. Denn der Gottlose rühmt sich seines Mutwillens,und der Habgierige sagt dem Herrn ab und lästert ihn. Der Gottlose meint in seinem Stolz, Gott frage nicht danach.»Es ist kein Gott«, sind alle seine Gedanken. Er fährt fort in seinem Tun immerdar. /Deine Gerichte sind ferne von ihm,er handelt gewaltsam an allen seinen Feinden. Er spricht in seinem Herzen: »Ich werde nimmermehr wanken,es wird für und für keine Not haben.« Sein Mund ist voll Fluchens, voll Lug und Trug;seine Zunge richtet Mühsal und Unheil an. Er sitzt und lauert in den Höfen, er mordet die Unschuldigen heimlich,seine Augen spähen nach den Armen. Er lauert im Verborgenen wie ein Löwe im Dickicht, er lauert, dass er den Elenden fange;er fängt ihn und zieht ihn in sein Netz.

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