(1756) 18, 16 - 32

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1756

Da sah man die Tiefen der Wasser,und des Erdbodens Grund ward aufgedecktvor deinem Schelten, Herr,vor dem Odem und Schnauben deines Zornes. Er streckte seine Hand aus von der Höhe und fasste michund zog mich aus großen Wassern. Er errettete mich von meinen starken Feinden,von meinen Hassern, die mir zu mächtig waren; sie überwältigten mich zur Zeit meines Unglücks;aber der Herr ward meine Zuversicht. Er führte mich hinaus ins Weite,er riss mich heraus; denn er hatte Lust zu mir. Der Herr tut wohl an mir nach meiner Gerechtigkeit,er vergilt mir nach der Reinheit meiner Hände. Denn ich halte die Wege des Herrnund bin nicht gottlos wider meinen Gott. Denn alle seine Rechte hab ich vor Augen,und seine Gebote werfe ich nicht von mir, sondern ich bin ohne Tadel vor ihmund hüte mich vor Schuld. Darum vergilt mir der Herr nach meiner Gerechtigkeit,nach der Reinheit meiner Hände vor seinen Augen. Gegen die Heiligen bist du heilig,und gegen die Treuen bist du treu, gegen die Reinen bist du rein,und gegen die Verkehrten bist du verkehrt. Denn du hilfst dem elenden Volk,aber stolze Augen erniedrigst du. Ja, du machst hell meine Leuchte,der Herr, mein Gott, macht meine Finsternis licht. Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschlagenund mit meinem Gott über Mauern springen. Gottes Wege sind vollkommen, /die Worte des Herrn sind durchläutert.Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen. Denn wer ist Gott, wenn nicht der Herr,oder ein Fels, wenn nicht unser Gott?