(1776) 31, 13 - 25

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1776

Ich bin vergessen in ihrem Herzen wie ein Toter;ich bin geworden wie ein zerbrochenes Gefäß. Denn ich höre, wie viele über mich lästern:Schrecken ist um und um!Sie halten Rat miteinander über michund trachten danach, mir das Leben zu nehmen. Ich aber, Herr, hoffe auf dichund spreche: Du bist mein Gott! Meine Zeit steht in deinen Händen.Errette mich von der Hand meiner Feinde und von denen, die mich verfolgen. Lass leuchten dein Antlitz über deinem Knecht;hilf mir durch deine Güte! Herr, lass mich nicht zuschanden werden;denn ich rufe dich an.Die Gottlosen sollen zuschanden werdenund hinabfahren zu den Toten und schweigen. Verstummen sollen die Lügenmäuler,die da reden wider den Gerechten frech, stolz und höhnisch. Wie groß ist deine Güte, Herr,die du bewahrt hast denen, die dich fürchten,und erweisest vor den Leutendenen, die auf dich trauen! Du birgst sie in deinem Schutz vor den Rotten der Leute,du deckst sie in der Hütte vor den zänkischen Zungen. Gelobt sei der Herr; denn er hat seine wunderbare Gütemir erwiesen in einer festen Stadt. Ich sprach wohl in meinem Zagen:Ich bin von deinen Augen verstoßen.Doch du hörtest die Stimme meines Flehens,als ich zu dir schrie. Liebet den Herrn, alle seine Heiligen!Die Gläubigen behütet der Herrund vergilt reichlich dem, der Hochmut übt. Seid getrost und unverzagt alle,die ihr des Herrn harret!