(1782) 35, 1 - 14

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1782

Von David.Herr, führe meine Sache wider meine Widersacher,bekämpfe, die mich bekämpfen! Ergreife Schild und Waffenund mache dich auf, mir zu helfen! Zücke Speer und Streitaxt wider meine Verfolger!Sprich zu mir: Ich bin deine Hilfe! Es sollen sich schämen und zum Spott werden,die mir nach dem Leben trachten;es sollen zurückweichen und zuschanden werden,die mein Unglück wollen. Sie sollen werden wie Spreu vor dem Winde,und der Engel des Herrn stoße sie weg. Ihr Weg soll finster und schlüpfrig werden,und der Engel des Herrn verfolge sie. Denn ohne Grund haben sie mir ihr Netz gestellt,ohne Grund mir eine Grube gegraben. Unversehens soll ihn Unheil überfallen; /sein Netz, das er gestellt hat, fange ihn selber,zum eigenen Unheil stürze er hinein. Aber meine Seele soll sich freuen des Herrnund fröhlich sein über seine Hilfe. Alle meine Gebeine sollen sagen:Herr, wer ist dir gleich?Der du den Elenden rettest /vor dem, der ihm zu stark ist,und den Elenden und Armen vor seinen Räubern. Es treten falsche Zeugen auf;sie fordern von mir, wovon ich nichts weiß. Sie vergelten mir Gutes mit Bösem,um mich in Herzeleid zu bringen. Ich aber zog einen Sack an, wenn sie krank waren, /tat mir wehe mit Fastenund betete immer wieder von Herzen. Als wäre es mein Freund und Bruder,so ging ich einher;wie einer Leid trägt über seine Mutter,so beugte ich mich in Trauer.