(1789) 38, 1 - 13

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1789

Ein Psalm Davids, zum Gedenkopfer. Herr, strafe mich nicht in deinem Zornund züchtige mich nicht in deinem Grimm! Denn deine Pfeile stecken in mir,und deine Hand drückt mich. Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe wegen deines Drohensund ist nichts Heiles an meinen Gebeinen wegen meiner Sünde. Denn meine Sünden gehen über mein Haupt;wie eine schwere Last sind sie mir zu schwer geworden. Meine Wunden stinken und eiternum meiner Torheit willen. Ich gehe krumm und sehr gebückt;den ganzen Tag gehe ich traurig einher. Denn meine Lenden sind ganz verdorrt;es ist nichts Gesundes an meinem Leibe. Ich bin matt geworden und ganz zerschlagen;ich schreie vor Unruhe meines Herzens. Herr, du kennst all mein Begehren,und mein Seufzen ist dir nicht verborgen. Mein Herz erbebt, meine Kraft hat mich verlassen,und das Licht meiner Augen ist auch dahin. Meine Lieben und Freunde scheuen zurück vor meiner Plage,und meine Nächsten halten sich ferne. Die mir nach dem Leben trachten, stellen mir nach; /und die mein Unglück suchen, bereden, wie sie mir schaden;sie sinnen auf Trug den ganzen Tag.