(1790) 38, 14 - 23

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1790

Ich bin wie taub und höre nicht,und wie ein Stummer, der seinen Mund nicht auftut. Ich muss sein wie einer, der nicht hörtund keine Widerrede in seinem Munde hat. Aber ich harre, Herr, auf dich;du, Herr, mein Gott, wirst erhören. Denn ich denke: Dass sie sich ja nicht über mich freuen!Wenn mein Fuß wankte, würden sie sich hoch rühmen wider mich. Denn ich bin dem Fallen nahe,und mein Schmerz ist immer vor mir So bekenne ich denn meine Missetatund sorge mich wegen meiner Sünde. Aber meine Feinde leben und sind mächtig;die mich zu Unrecht hassen, derer sind viele. Die mir Gutes mit Bösem vergelten, feinden mich an,weil ich mich an das Gute halte. Verlass mich nicht, Herr,mein Gott, sei nicht ferne von mir! Eile, mir beizustehen,Herr, du meine Hilfe!