(1795) 42, 1 - 12

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1795

Eine Unterweisung der Söhne Korach, vorzusingen. Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser,so schreit meine Seele, Gott, zu dir. Meine Seele dürstet nach Gott,nach dem lebendigen Gott.Wann werde ich dahin kommen,dass ich Gottes Angesicht schaue? Meine Tränen sind meine Speise Tag und Nacht,weil man täglich zu mir sagt: Wo ist nun dein Gott? Daran will ich denkenund ausschütten mein Herz bei mir selbst:wie ich einherzog in großer Schar,mit ihnen zu wallen zum Hause Gottesmit Frohlocken und Dankenin der Schar derer, die da feiern. Was betrübst du dich, meine Seele,und bist so unruhig in mir?Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken,dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist. Mein Gott, betrübt ist meine Seele in mir, /darum gedenke ich an dichaus dem Land am Jordan und Hermon, vom Berge Misar. Deine Fluten rauschen daher, /und eine Tiefe ruft die andere;alle deine Wasserwogen und Wellen gehen über mich. Am Tage sendet der Herr seine Güte,und des Nachts singe ich ihmund bete zu dem Gott meines Lebens. Ich sage zu Gott, meinem Fels:Warum hast du mich vergessen?Warum muss ich so traurig gehen,wenn mein Feind mich dränget? Es ist wie Mord in meinen Gebeinen, /wenn mich meine Feinde schmähenund täglich zu mir sagen: Wo ist nun dein Gott? Was betrübst du dich, meine Seele,und bist so unruhig in mir?Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken,dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.