(1813) 55, 1 - 13

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1813

Eine Unterweisung Davids, vorzusingen, beim Saitenspiel. Gott, höre mein Gebetund verbirg dich nicht vor meinem Flehen. Merke auf mich und erhöre mich,wie ich so ruhelos klage und heule, da der Feind so schreitund der Gottlose mich bedrängt;denn sie wollen Unheil über mich bringenund sind mir heftig gram. Mein Herz ängstet sich in meinem Leibe,und Todesfurcht ist auf mich gefallen. Furcht und Zittern ist über mich gekommen,und Grauen hat mich überfallen. Ich sprach: O hätte ich Flügel wie Tauben,dass ich wegflöge und Ruhe fände! Siehe, so wollte ich in die Ferne fliehenund in der Wüste bleiben. sela. Ich wollte eilen, dass ich entrinnevor dem Sturmwind und Wetter. Mache ihre Zunge uneins, Herr, und verwirre sie;denn ich sehe Frevel und Hader in der Stadt. Das geht Tag und Nacht um auf ihren Mauern,und Mühsal und Unheil ist drinnen. Verderbnis regiert darin,Lügen und Trügen weicht nicht aus ihren Gassen. Wenn mein Feind mich schmähte,wollte ich es ertragen;wenn einer, der mich hasst, großtut wider mich,wollte ich mich vor ihm verbergen.

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