(1841) 73, 1 - 19

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1841

Ein Psalm Asafs.Gott ist dennoch Israels Trostfür alle, die reinen Herzens sind. Ich aber wäre fast gestrauchelt mit meinen Füßen;mein Tritt wäre beinahe geglitten. Denn ich ereiferte mich über die Ruhmredigen,als ich sah, dass es den Gottlosen so gut ging. Denn für sie gibt es keine Qualen,gesund und feist ist ihr Leib. Sie sind nicht in Mühsal wie sonst die Leuteund werden nicht wie andere Menschen geplagt. Darum prangen sie in Hoffartund hüllen sich in Frevel. Sie brüsten sich wie ein fetter Wanst,sie tun, was ihnen einfällt. Sie achten alles für nichts und reden böse,sie reden und lästern hoch her. Was sie reden, das soll vom Himmel herab geredet sein;was sie sagen, das soll gelten auf Erden. Darum fällt ihnen der Pöbel zuund läuft ihnen zu in Haufen wie Wasser. Sie sprechen: Wie sollte Gott es wissen?Wie sollte der Höchste etwas merken? Siehe, das sind die Gottlosen;die sind glücklich in der Welt und werden reich. Soll es denn umsonst sein, dass ich mein Herz rein hieltund meine Hände in Unschuld wasche? Ich bin doch täglich geplagt,und meine Züchtigung ist alle Morgen da. Hätte ich gedacht: Ich will reden wie sie,siehe, dann hätte ich das Geschlecht deiner Kinder verleugnet. Ja, du stellst sie auf schlüpfrigen Grundund stürzest sie zu Boden. Wie werden sie so plötzlich zunichte!Sie gehen unter und nehmen ein Ende mit Schrecken.