(1844) 74, 12 - 23

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1844

Gott ist ja mein König von alters her,der alle Hilfe tut, die auf Erden geschieht. Du hast das Meer gespalten durch deine Kraft,zerschmettert die Köpfe der Drachen im Meer. Du hast dem Leviatan die Köpfe zerschlagenund ihn zum Fraß gegeben dem wilden Getier. Du hast Quellen und Bäche hervorbrechen lassenund ließest starke Ströme versiegen. Dein ist der Tag und dein ist die Nacht;du hast Gestirn und Sonne die Bahn gegeben. Du hast dem Land seine Grenze gesetzt;Sommer und Winter hast du gemacht. So gedenke doch, Herr, wie der Feind schmähtund ein törichtes Volk deinen Namen lästert. Gib deine Taube nicht den Tieren preis;das Leben deiner Elenden vergiss nicht für immer. Gedenke an den Bund;denn die dunklen Winkel des Landes sind voll Frevel. Lass den Geringen nicht beschämt davongehen,lass die Armen und Elenden rühmen deinen Namen. Mach dich auf, Gott, und führe deine Sache;denk an die Schmach, die dir täglich von den Toren widerfährt. Vergiss nicht das Geschrei deiner Feinde;das Toben deiner Widersacher wird je länger, je größer.