(1872) 89, 39 - 53

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1872

Aber nun hast du verstoßen und verworfenund zürnst mit deinem Gesalbten! Du hast zerbrochen den Bund mit deinem Knechtund seine Krone entweiht in den Staub. Du hast eingerissen alle seine Mauernund hast zerstört seine Festungen. Es berauben ihn alle, die vorübergehen;er ist seinen Nachbarn ein Spott geworden. Du erhöhst die Rechte seiner Widersacherund erfreust alle seine Feinde. Auch hast du die Kraft seines Schwerts weggenommenund lässest ihn nicht siegen im Streit. Du hast seinem Glanz ein Ende gemachtund seinen Thron zu Boden geworfen. Du hast die Tage seiner Jugend verkürztund ihn bedeckt mit Schande. sela. Herr, wie lange willst du dich so verbergenund deinen Grimm wie Feuer brennen lassen? Gedenke, wie kurz mein Leben ist,wie vergänglich du alle Menschen geschaffen hast! Wo ist jemand, der da lebt und den Tod nicht sähe,der seine Seele errette aus des Todes Hand? sela. Herr, wo ist deine Gnade von einst,die du David geschworen hast in deiner Treue? Gedenke, Herr, an die Schmach deiner Knechte,die ich trage in meinem Herzen von all den vielen Völkern, mit der, Herr, deine Feinde dich schmähen,mit der sie schmähen hinter deinem Gesalbten her! Gelobt sei der Herr ewiglich!Amen! Amen!

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