(1874) 90, 10 - 17

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1874

Unser Leben währet siebzig Jahre,und wenn's hoch kommt, so sind's achtzig Jahre,und was daran köstlich scheint,ist doch nur vergebliche Mühe;denn es fähret schnell dahin,als flögen wir davon. Wer glaubt's aber, dass du so sehr zürnest,und wer fürchtet sich vor dir in deinem Grimm? Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen,auf dass wir klug werden. Herr, kehre dich doch endlich wieder zu unsund sei deinen Knechten gnädig! Fülle uns frühe mit deiner Gnade,so wollen wir rühmen und fröhlich sein unser Leben lang. Erfreue uns nun wieder, nachdem du uns so lange plagest,nachdem wir so lange Unglück leiden. Zeige deinen Knechten deine Werkeund deine Herrlichkeit ihren Kindern. Und der Herr, unser Gott, sei uns freundlich /und fördere das Werk unsrer Hände bei uns.Ja, das Werk unsrer Hände wollest du fördern!