(1878) 94, 1 - 13

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1878

Herr, du Gott der Vergeltung,du Gott der Vergeltung, erscheine! Erhebe dich, du Richter der Welt;vergilt den Hoffärtigen, was sie verdienen! Herr, wie lange sollen die Gottlosen,wie lange sollen die Gottlosen prahlen? Es reden so trotzig daher,es rühmen sich alle Übeltäter. Herr, sie zerschlagen dein Volkund plagen dein Erbe. Witwen und Fremdlinge bringen sie umund töten die Waisen und sagen: Der Herr sieht's nicht,und der Gott Jakobs beachtet's nicht. Merkt doch auf, ihr Narren im Volk!Und ihr Toren, wann wollt ihr klug werden? Der das Ohr gepflanzt hat, sollte der nicht hören?Der das Auge gemacht hat, sollte der nicht sehen? Der die Völker in Zucht hält, /sollte der nicht Rechenschaft fordern –er, der die Menschen Erkenntnis lehrt? Aber der Herr kennt die Gedanken der Menschen:sie sind nur ein Hauch! Wohl dem, den du, Herr, in Zucht nimmstund lehrst ihn durch dein Gesetz, ihm Ruhe zu schaffen vor bösen Tagen,bis dem Gottlosen die Grube gegraben ist.