(1891) 104, 1 - 12

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1891

Lobe den Herrn, meine Seele!Herr, mein Gott, du bist sehr herrlich;du bist schön und prächtig geschmückt. Licht ist dein Kleid, das du anhast.Du breitest den Himmel aus wie einen Teppich; du baust deine Gemächer über den Wassern.Du fährst auf den Wolken wie auf einem Wagenund kommst daher auf den Fittichen des Windes, der du machst Winde zu deinen Botenund Feuerflammen zu deinen Dienern; der du das Erdreich gegründet hast auf festen Boden,dass es bleibt immer und ewiglich. Mit Fluten decktest du es wie mit einem Kleide,und die Wasser standen über den Bergen. Aber vor deinem Schelten flohen sie,vor deinem Donner fuhren sie dahin. Die Berge stiegen hoch empor,und die Täler senkten sich herunterzum Ort, den du ihnen gegründet hast. Du hast eine Grenze gesetzt, darüber kommen sie nichtund dürfen nicht wieder das Erdreich bedecken. Du lässest Wasser in den Tälern quellen,dass sie zwischen den Bergen dahinfließen, dass alle Tiere des Feldes trinkenund das Wild seinen Durst lösche. Darüber sitzen die Vögel des Himmels und singen unter den Zweigen.