(1906) 109, 17 - 31

Code: 
1906

Er liebte den Fluch,so komme er auch über ihn;er wollte den Segen nicht,so bleibe er auch fern von ihm. Er zog den Fluch an wie sein Hemd;der dringe in ihn hinein wie Wasser und wie Öl in seine Gebeine; er werde ihm wie ein Kleid, das er anhat,und wie ein Gürtel, mit dem er allezeit sich gürtet. So geschehe denen vom Herrn, die wider mich sindund die Böses reden wider mich. Aber du, Herr, /sei du mit mir um deines Namens willen;denn deine Gnade ist mein Trost: Errette mich! Denn ich bin arm und elend;mein Herz ist zerschlagen in mir. Ich fahre dahin wie ein Schatten, der schwindet,und werde abgeschüttelt wie Heuschrecken. Meine Knie sind schwach vom Fasten,und mein Leib ist mager und hat kein Fett. Ich bin ihnen zum Spott geworden;wenn sie mich sehen, schütteln sie den Kopf. Steh mir bei, Herr, mein Gott!Hilf mir nach deiner Gnade, und lass sie innewerden, dass dies deine Hand istund du, Herr, das tust. Fluchen sie, so segne du. /Erheben sie sich gegen mich, so sollen sie zuschanden werden;aber dein Knecht soll sich freuen. Meine Widersacher sollen mit Schmach angezogenund mit ihrer Schande bekleidet werden wie mit einem Mantel. Ich will dem Herrn sehr danken mit meinem Mundeund ihn rühmen vor der Menge. Denn er steht dem Armen zur Rechten,dass er ihm helfe von denen, die ihn verurteilen.