(1913) 116, 1 - 19

Code: 
1913

Ich liebe den Herrn, denn er hörtdie Stimme meines Flehens. Er neigte sein Ohr zu mir;darum will ich mein Leben langihn anrufen. Stricke des Todes hatten mich umfangen, /des Totenreichs Schrecken hatten mich getroffen;ich kam in Jammer und Not. Aber ich rief an den Namen des Herrn:Ach, Herr, errette mich! Der Herr ist gnädig und gerecht,und unser Gott ist barmherzig. Der Herr behütet die Unmündigen;wenn ich schwach bin, so hilft er mir. Sei nun wieder zufrieden, meine Seele;denn der Herr tut dir Gutes. Denn du hast meine Seele vom Tode errettet,mein Auge von den Tränen, meinen Fuß vom Gleiten. Ich werde wandeln vor dem Herrnim Lande der Lebendigen. Ich glaube, auch wenn ich sage:Ich werde sehr geplagt. Ich sprach in meinem Zagen:Alle Menschen sind Lügner. Wie soll ich dem Herrn vergeltenall seine Wohltat, die er an mir tut? Ich will den Kelch des Heils nehmenund des Herrn Namen anrufen. Ich will meine Gelübde dem Herrn erfüllenvor all seinem Volk. Der Tod seiner Heiligenwiegt schwer vor dem Herrn. Ach, Herr, ich bin dein Knecht, /ich bin dein Knecht, der Sohn deiner Magd;du hast meine Bande zerrissen. Dir will ich Dank opfernund des Herrn Namen anrufen. Ich will meine Gelübde dem Herrn erfüllenvor all seinem Volk in den Vorhöfen am Hause des Herrn,in dir, Jerusalem.Halleluja!