(1927) 119, 89 - 104

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1927

Herr, dein Wort bleibt ewiglich,so weit der Himmel reicht; deine Wahrheit währet für und für.Du hast die Erde fest gegründet und sie bleibt stehen. Sie steht noch heute nach deinen Ordnungen;denn es muss dir alles dienen. Wenn dein Gesetz nicht mein Trost gewesen wäre,so wäre ich vergangen in meinem Elend. Ich will deine Befehle nimmermehr vergessen;denn du erquickst mich damit. Ich bin dein, hilf mir;denn ich suche deine Befehle. Die Gottlosen lauern mir auf, dass sie mich umbringen;ich aber merke auf deine Mahnungen. Ich habe gesehen, dass alles ein Ende hat,aber dein Gebot bleibt bestehen. Wie habe ich dein Gesetz so lieb!Täglich sinne ich ihm nach. Du machst mich mit deinem Gebot weiser, als meine Feinde sind;denn es ist ewiglich mein Schatz. Ich habe mehr Einsicht als alle meine Lehrer;denn über deine Mahnungen sinne ich nach. Ich bin klüger als die Alten;denn ich halte mich an deine Befehle. Ich verwehre meinem Fuß alle bösen Wege,damit ich dein Wort halte. Ich weiche nicht von deinen Ordnungen;denn du lehrest mich. Dein Wort ist meinem Mundesüßer als Honig. Dein Wort macht mich klug;darum hasse ich alle falschen Wege.