(1962) 141, 1 - 10

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1962

Ein Psalm Davids.Herr, ich rufe zu dir, eile zu mir;vernimm meine Stimme, wenn ich dich anrufe. Mein Gebet möge vor dir gelten als ein Räucheropfer,das Aufheben meiner Hände als ein Abendopfer. Herr, behüte meinen Mundund bewahre meine Lippen! Neige mein Herz nicht zum Bösen, /gottlos zu leben mit den Übeltätern;ich mag nicht essen von ihren leckeren Speisen. Der Gerechte schlage mich freundlich und weise mich zurecht;das wird mir wohltun wie Balsam auf dem Haupte.Mein Haupt wird sich dagegen nicht wehren.Doch ich bete stets, dass jene mir nicht Schaden tun. Ihre Anführer sollen hinabgestürzt werden vom Felsen;dann wird man merken, wie richtig meine Worte gewesen sind. Ihre Gebeine werden zerstreut bis zur Pforte des Todes,wie wenn einer das Land pflügt und zerwühlt. Ja, auf dich, Herr, sehen meine Augen;ich traue auf dich, gib mich nicht in den Tod dahin. Bewahre mich vor der Schlinge, die sie mir gelegt haben,und vor der Falle der Übeltäter. Die Gottlosen sollen miteinander in ihr eigenes Netz fallen;mich aber lass entrinnen.