(1997) 10, 16 - 32
Dem Gerechten gereicht sein Erwerb zum Leben, aber dem Gottlosen sein Einkommen zur Sünde. Zucht bewahren ist der Weg zum Leben; wer aber Zurechtweisung nicht achtet, geht in die Irre. Falsche Lippen bergen Hass und wer verleumdet, ist ein Tor. Wo viel Worte sind, da geht's ohne Sünde nicht ab; wer aber seine Lippen im Zaum hält, ist klug. Des Gerechten Zunge ist kostbares Silber; aber der Gottlosen Verstand ist wie nichts. Des Gerechten Lippen erquicken viele; aber die Toren werden an ihrer Torheit sterben. Der Segen des Herrn allein macht reich, und nichts tut eigene Mühe hinzu. Ein Tor hat Lust an Schandtat, aber der einsichtige Mann an Weisheit. Was der Gottlose fürchtet, das wird ihm begegnen; und was die Gerechten begehren, wird ihnen gegeben. Wenn das Wetter daherfährt, ist der Gottlose nicht mehr; der Gerechte aber besteht ewiglich. Wie Essig den Zähnen und Rauch den Augen tut, so tut der Faule denen, die ihn senden. Die Furcht des Herrn mehrt die Tage; aber die Jahre der Gottlosen werden verkürzt. Das Warten der Gerechten wird Freude werden; aber der Gottlosen Hoffnung wird verloren sein. Das Walten des Herrn ist des Frommen Zuflucht; aber für den Übeltäter ist es Verderben. Der Gerechte wird nimmermehr wanken; aber die Gottlosen werden nicht im Lande bleiben. Aus dem Munde des Gerechten sprießt Weisheit; aber die falsche Zunge wird ausgerottet. Die Lippen der Gerechten lehren heilsame Dinge; aber der Gottlosen Mund ist Falschheit.

