(2018) 20, 1 - 14

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2018

Der Wein macht Spötter, und starkes Getränk macht wild; wer davon taumelt, wird niemals weise. Das Drohen des Königs ist wie das Brüllen eines Löwen; wer ihn erzürnt, der sündigt wider das eigene Leben. Eine Ehre ist es dem Mann, dem Streit fernzubleiben; aber die gerne streiten, sind allzumal Toren. Im Herbst will der Faule nicht pflügen; so muss er in der Ernte betteln und kriegt nichts. Das Vorhaben im Herzen eines Mannes ist wie ein tiefes Wasser; aber ein kluger Mann kann es schöpfen. Viele Menschen rühmen ihre Güte; aber wer findet einen, der zuverlässig ist? Ein Gerechter, der unsträflich wandelt, dessen Kindern wird's wohlgehen. Ein König, der auf dem Thron sitzt, um zu richten, sondert aus mit seinem Blick alles Böse. Wer kann sagen: »Ich habe mein Herz geläutert und bin rein von meiner Sünde«? Zweierlei Gewicht und zweierlei Maß ist beides dem Herrn ein Gräuel. Schon einen Knaben erkennt man an seinem Tun, ob er lauter und redlich werden will. Ein hörendes Ohr und ein sehendes Auge, die macht beide der Herr. Liebe den Schlaf nicht, dass du nicht arm wirst; lass deine Augen offen sein, so wirst du Brot genug haben. »Schlecht, schlecht!«, spricht man, wenn man kauft; aber wenn man weggeht, so rühmt man sich.

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