(2057) 6, 7 - 12

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2057

Alles Mühen des Menschen ist für seinen Mund, aber sein Verlangen bleibt ungestillt. Denn was hat ein Weiser dem Toren voraus? Was hilft's dem Armen, dass er versteht, unter den Lebenden zu wandeln? Es ist besser, zu gebrauchen, was vor Augen ist, als nach anderm zu verlangen. Das ist auch eitel und Haschen nach Wind. Was da ist, ist längst mit Namen genannt, und bestimmt ist, was ein Mensch sein wird. Darum kann er nicht hadern mit dem, der ihm zu mächtig ist. Denn je mehr Worte, desto mehr Eitelkeit; was hat der Mensch davon? Denn wer weiß, was dem Menschen nützlich ist im Leben, in seinen kurzen, eitlen Tagen, die er verbringt wie einen Schatten? Oder wer will dem Menschen sagen, was nach ihm kommen wird unter der Sonne?