(2745) 6, 8 - 16

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2745

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. Des Herrn Stimme ruft über die Stadt – wer deinen Namen fürchtet, dem wird's gelingen –: Höret, ihr Stämme und Ratsleute! Noch immer bleibt unrecht Gut in des Gottlosen Hause und das verfluchte falsche Maß. Oder sollte ich unrechte Waage und falsche Gewichte im Beutel billigen? Ihre Reichen tun viel Unrecht, und ihre Einwohner gehen mit Lügen um und haben falsche Zungen in ihrem Halse. Darum will auch ich anfangen, dich zu plagen und dich um deiner Sünden willen wüst zu machen. Du sollst essen und doch nicht satt werden. Und was du beiseite schaffst, wirst du doch nicht retten; und was du rettest, will ich doch dem Schwert preisgeben. Du sollst säen und nicht ernten; du sollst Öl keltern und dich damit nicht salben und Wein keltern und ihn nicht trinken. Denn du hieltest dich an die Weisungen Omris und alle Werke des Hauses Ahab und folgtest ihrem Rat. Darum will ich dich zur Wüste machen und ihre Einwohner, dass man sie auspfeifen soll, und ihr sollt die Schmach meines Volks tragen.