Inklusion fördern durch Diversity-Spielzeug

dunkelhäutige Barbie mit pinkem Kleid sitzt im Rollstuhl

© Evangelisches Medienhaus Stuttgart

Jeder Mensch ist verschieden. Das möchte Verena Niethammer zeigen und packt sogenannte "Inklusionsboxen" mit Büchern und Diversity-Spielzeug für Schulen und Kindertagesstätten.

Barbie im Rollstuhl
Inklusion fördern durch Diversity-Spielzeug
Eigentlich sollte Verschiedenheit normal sein. Doch als Mutter eines Sohns im Rollstuhl weiß Verena Niethammer aus Nordheim bei Heilbronn, dass das nicht so ist. Um das zu ändern, verschickt sie Inklusionsboxen. Wir haben ihr beim Packen einer Box über die Schulter geschaut – und dort eine besondere Barbie-Puppe entdeckt. 

Verena Niethammer ist mal wieder am Päckchen packen. Deutschlandweit verschickt sie in Schulen, Kitas und an interessierte Menschen ihre sogenannten "Inklusionsboxen". Gerade stellt sie eine Kiste für eine Grundschule in Norddeutschland zusammen: Neben Bilderbüchern zum Thema Vielfalt und Behinderung kommt auch Spielzeug rein. Zum Beispiel der Teddy mit Magensonde und einer speziellen Unterwäsche, einem sogenannten Sondenbody, darf nicht fehlen. Wie eine Magensonde funktioniert, weiß Verena Niethammer genau: Auch ihr Sohn trägt eine, er hat eine schwere Mehrfachbehinderung und sitzt im Rollstuhl.

Verena Niethammer, Mutter eines Sohns im Rollstuhl, verschickt Päckchen mit Büchern und Spielzeug, um Inklusion zu fördern.

Mit ihren Boxen will sie Menschen das Thema Inklusion nahebringen. Ihr Verein "Hölder - Initiative für Kultur und Inklusion" bietet Lesungen zum Thema an und verschickt Päckchen. Für sie bedeutet Inklusion letztlich einfach, dass die Gesellschaft als das gesehen wird, was sie ist: Vielfältig und bunt.

Inklusion zum Verschicken – das bietet Verena Niethammer an. Und wer für eine Schulklasse oder privat auch an einer individuell zusammengestellten Box interessiert ist, kann sie über die Homepage der Hölder-Initiative ausleihen. Auf Wunsch ist sicherlich auch Barbie Annika dabei.

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