Die Konzentrationslager der Nazis
© © epd-bild/Keystone/Rolf ZöllnerDer Eingang zum KZ AuschwitzAuschwitz - ein Name, der Gänsehaut auslöst. Dort wurden unschuldige Menschen brutal und massenhaft während des Holocausts durch die Nationalsozialisten umgebracht.
Am 27. April 1940 gibt der SS-Chef Heinrich Himmler den Befehl, das ehemalige Kasernengelände mit den 22 Vorkriegsbaracken in ein Konzentrationslager "umbauen" zu lassen. Ursprünglich ist Auschwitz I als Arbeitslager für politische Gefangene aus Polen gedacht - 10.000 Häftlinge sollen dort interniert werden. Doch während des Zweiten Weltkriegs wird Auschwitz für die Nazis der wichtigste Ort ihrer "Endlösung der Judenfrage".
1947 wurde in Auschwitz ein Museum zur Erinnerung an die Verbrechen gegründet. Das Gelände des Museums mit internationalem Bildungszentrum umfaßt heute 191 Hektar. 1979 besuchte Papst Johannes Paul II als erster Papst überhaupt die Gedenkstätte. Damals sagte er: "Auschwitz ist der Ort, den man nicht nur besichtigen kann. Man muß bei dem Besuch mit Furcht daran denken, wo die Grenzen des Hasses, der Vernichtung des Menschen durch den Menschen, die Grenzen der Grausamkeit liegen." 2016 besuchten über zwei Millionen Menschen die Gedenkstätte.
Galerie
Die Konzentrationslager der Nazis
980 Konzentrationslager (KZ) gab es laut dem United States Holocaust Memorial Museum zufolge im Deutschen Reich und in den besetzten Gebieten. Die Nazis ermorderten dort Millionen Menschen, beuteten sie durch Zwangsarbeit aus, internierten politische Gegner und Kriegsgefangene und missbrauchten sie in medizinischen Versuchen. Die KZ der SS waren nicht in staatliche Hierarchien eingebunden. Das Lagersystem war ein Pfeiler der nationalsozialistischen Unrechtsherrschaft.
Diese Galerie erschien erstmals am 22. Januar 2018 auf evangelisch.de.