Im Oktober 1941 beginnt der Bau des Lagerkomplex Auschwitz-II-Birkenau, im März 1942 wird es in Betrieb genommen: ursprünglich sollen hier 125.000 Kriegsgefangene inhaftiert werden können, doch am Ende wird Birkenau das größte aller Vernichtungslager der Nazis. Im Frühjahr 1942 entsteht auch die erste Gaskammer, später sind mehrere Kammern und Krematorien gleichzeitig in Betrieb.
Der grausame Höhepunkt der "Mordmaschinerie" wird im Mai/Juni 1944 während der sogenannten "Ungarn-Aktion" erreicht: mehr als 400.000 ungarische Juden werden in dieser Zeit ermordert. Von der neu gebauten "Judenrampe" aus, wie die Nazis den Bahnsteig nennen, werden sie direkt in die Gaskammern geführt. Nur rund 20 Prozent der Menschen eines Transport werden bei der Selektion als arbeitstauglich eingestuft - Frauen und Kinder, Alte und Schwache habe keine Chance.
Schätzungsweise 90 Prozent der insgesamt 1,1 Millionen Toten von Auschwitz wurden in Birkenau ermordet. Etwa eine Million der Getöteten waren Juden. Außerdem kamen mindestens 70.000 Polen, 21.000 Roma, 14.000 sowjetische Kriegsgefangene sowie 10.000 Tschechen, Belarussen und andere Opfer ums Leben. Die Zahl lässt sich aber nur schätzen, da viele Opfer nicht registriert, sondern sofort vergast und verbrannt wurden.
Galerie
Diese Galerie erschien erstmals am 22. Januar 2018 auf evangelisch.de.