"11 Gebote" für Haltung und Respekt im Netz
© ozgurcankaya/istockphoto/Getty Images1. Empörungen unterscheiden Ohne Empörung ist Demokratie nicht möglich. Sie ist die treibende Kraft, wenn es gilt, Ungerechtigkeiten zu erkennen und zu beheben. Ohne sie verliert die Demokratie an Kraft und Leidenschaft. Gleichwohl liegt hier eine große Gefährdung. Das Internet fördert eine fragwürdige Erregungsunkultur, in der sich empörte Urteile über andere in rasender Geschwindigkeit aufschaukeln und verstärken. Ressentiments, Wut und Hass ziehen wie Wellen durchs Netz und beschädigen die demokratische Gesprächs- und Streitkultur und verstärken Atmosphären gegenseitiger Verdächtigungen und Verschwörungstheorien. Die Themen, die man eigentlich verhandeln wollte, gehen darin unter.
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"11 Gebote" für Haltung und Respekt im Netz
Hatespeech im Internet ist im Alltag keine Seltenheit. Die Kirchen wollen nun mit "11 Geboten" für mehr Anstand im Netz sorgen. #anstanddigital ist ein Projekt der Katholischen Akademie in Berlin in Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro der Evangelischen Kirche Deutschlands, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters. Die "11 Gebote" sind das Ergebnis eines mehrmonatigen ökumenischen Debattenprozesses, initiiert durch den Direktor der Katholischen Akademie, Joachim Hake, und den Kulturbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland, Johann Hinrich Claussen.