Montgomery beharrt auf Nein zum ärztlich assistierten Suizid

Montgomery beharrt auf Nein zum ärztlich assistierten Suizid
Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, bleibt bei seiner Ablehnung eines ärztlich assistierten Suizids zur Sterbehilfe.

Ärzte wollten ihren Patienten Leiden und Schmerzen nehmen und sie nicht umbringen, sagte Montgomery am Dienstag dem Radiosender Bayern 2. Montgomery wies damit vor Beginn des Deutschen Ärztetages am Vormittag in Frankfurt am Main einen Vorstoß von 180 Medizinern in der "Ärztezeitung" zurück, die für einen ärztlich assistierten Suizid plädiert hatten.

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Die Ärzteschaft hatte 2011 in ihrer Berufsordnung beschlossen, dass Ärzte keine Hilfe zur Selbsttötung leisten dürfen. Die Mediziner gehen damit in ihrem Berufsrecht weiter als der Gesetzgeber. Denn bestraft wird die mögliche Beihilfe eines Arztes nicht, da der Suizid selbst nicht strafbar ist. Einige der 17 Landesärztekammern haben die von der Bundesärztekammer vorgegebene Formulierung nicht übernommen.