Deutsche und polnische Bischöfe feiern 50 Jahre Hirtenbrief
Bischöfe aus Deutschland und Polen erinnern an diesem Sonntag gemeinsam an den polnischen Hirtenbrief, der vor 50 Jahren die Versöhnung beider Länder einleitete.
Die Messe in Tschenstochau wird vom Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Marx, sowie seinem polnischen Kollegen Stanislaw Gadecki geleitet.
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In Breslau wurde mit Gottesdiensten das 500. Reformationsjubiläum begangen. Vor 500 Jahren kam der aus Nürnberg stammende Theologe Johann Heß nach Breslau und wurde am 23. Oktober 1523 Propst der imposanten Maria-Magdalena-Kirche.
In die polnische Politiklandschaft ist Bewegung gekommen. Nach den Parlamentswahlen sieht es so aus, als ob es bald eine neue Regierung geben könnte. Der freie Journalist Dariusz Bruncz berichtet für uns über die Lage vor Ort.
"Wir vergeben und wir bitten um Vergebung? - mit diesen Worten versuchten die polnischen katholischen Bischöfe am 18. November 1965 eine Annäherung an die Amtsbrüder in Ost- und Westdeutschland. Der Hirtenbrief war verbunden mit einer Einladung zur kirchlichen Millenniums-Feier im Jahre 1966 zur Christianisierung Polens.
Auch die deutschen Bischöfe antworteten mit einem Versöhnungsschreiben. Der Briefwechsel führte zwanzig Jahre nach Kriegsende zu großen Kontroversen in beiden Ländern, gilt aber als Fundament der Annäherung in den folgenden Jahrzehnten.