USA: Lutheraner verzichten auf Investitionen in fossile Brennstoffe

USA: Lutheraner verzichten auf Investitionen in fossile Brennstoffe
Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Amerika (ELKA) will in Zukunft auf Investitionen in fossile Brennstoffe verzichten. Der Entschluss für eine klimafreundliche Politik fällte die Versammlung der ELKA in New Orleans, wie der Lutherische Weltbund am Freitag in Genf mitteilte.

Weiter will die ELKA demnach einen Pensionsfonds einrichten, der auf Investitionen in Geschäfte mit fossilen Brennstoffen verzichtet. Zudem möchte die Kirche vermehrt in solche Unternehmen zu investieren, die sich für eine nachhaltige Umweltpolitik einsetzen.

Der Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes (LBW), Martin Junge, begrüßte den Schritt. Junge verwies auf eine Entscheidung des LBW-Rates von Juni 2015, "nicht in Unternehmen zu investieren, deren Tätigkeit auf der Herstellung oder Verwendung fossiler Brennstoffe basiert".

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Damit trage der Weltbund zur Klimagerechtigkeit bei. Der Klimawandel bedrohe vor allem das Leben jener Menschen, "die zu den Schwächsten zählen". Das Verfeuern fossiler Brennstoffe wie Kohle trägt Wissenschaftlern zufolge erheblich zum klimaschädlichen Treibhauseffekt und somit zur Erderwärmung bei.

Die ELKA ist eine der größten Einzelkirchen in den USA. Sie zählt rund vier Millionen Mitglieder in knapp 10.000 Gemeinden.