Neuer UN-Generalsekretär Guterres ruft zu Frieden auf
Der neue UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat zum neuen Jahr eindringlich zu Frieden in der Welt aufgerufen. An seinem ersten Tag im Amt wolle er die Menschen bitten, einen gemeinsamen Neujahrsvorsatz zu fassen, erklärte er am Sonntag: "Den Frieden an erste Stelle zu setzen."
Niemand gewinne die Kriege, betonte Guterres. "Billionen von Dollar werden ausgegeben, um Gesellschaften und Wirtschaften zu zerstören, ein Kreislauf von Misstrauen und Furcht wird geschürt, der mehrere Generationen überdauern kann. Ganze Regionen werden destabilisiert und die neue Gefahr des globalen Terrorismus betrifft uns alle."
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Geplant ist unter anderem am 23. Februa, dem Vorabend des zweiten Jahrestags, ein Mahngang in Berlin, der vom Brandenburger Tor zur russischen Botschaft führen soll, wie die Evangelische Friedensarbeit im Raum der EKD donnerstags mitteilte.
Landesbischof Friedrich Kramer betonte bei der Konferenz für Friedensarbeit in Breklum (Schleswig-Holstein), dass der völkerrechtswidrige Einmarsch Russlands in die Ukraine die Friedensfrage wieder in den Mittelpunkt gebracht habe.
Der Frieden müsse Ziel und Leitfaden sein, fordert er. "Aber der Frieden hängt von uns ab." 2017 sollten sich alle bemühen, die Differenzen zu überwinden, Solidarität und Mitgefühl zu zeigen und den Dialog zu suchen.