Sie begebe sich dort in etwas Größeres, erläuterte Schudt, die im Dortmunder "Tatort" als Hauptkommissarin Martina Bönisch ermittelt. "Ich begebe mich in einen Raum, wo ich innehalte und still bin und zulasse, dass es etwas anderes gibt als mich."
Als kleines Mädchen habe sie sich mit Jesus sehr verbunden gefühlt, sagte Schudt. Sie habe in ihrem Zimmer eine große Gebetstruhe gehabt. "Ich habe oft davor gekniet. Jesus hat mich begleitet, er war an meiner Seite." Einmal habe aber jemand ihren "Jesusquatsch" kritisiert. Das sei "wie eine Guillotine" gewesen: "Die Verbundenheit war mit einem Mal weg, wie abgeschnitten." Sie habe dann nicht mehr gebetet, berichtete die Schauspielerin. "Das war sehr schade, denn ich weiß noch, wie innig das war."