Brot statt Böller: Hilfswerk bittet zu Silvester um Spenden

Spendendose für Brot für die Welt

Foto: Hermann Bredehorst/Brot für die Welt

Spendendose von Brot für die Welt

Brot statt Böller: Hilfswerk bittet zu Silvester um Spenden
Unter dem Motto "Brot statt Böller" ruft "Brot für die Welt" zum Jahreswechsel wieder zu Spenden auf. Wem das Silvesterfeuerwerk Unbehagen bereite, "weil hier Millionen Euro im wahrsten Sinne des Wortes verpulvert werden", könne für Menschen in Not spenden, erklärte die Präsidentin des evangelischen Hilfswerks, Cornelia Füllkrug-Weitzel, am Mittwoch in Berlin. "Die Freude, mit Menschen zu teilen, währt länger als das kurze Funkeln am Nachthimmel."

Dem Vorwurf, "typisch protestantische Spaßverderber" zu sein, entgegnete Füllkrug-Weitzel: "Unserer Gesellschaft fehlt es nicht an Spaß oder Konsum. Vor lauter Spaßorientierung könnten wir verpassen, was das Leben an Glück und Freude bereithält." Glücksforscher seien sich einig, dass Teilen und Gemeinschaft wesentliche Glücksfaktoren sind. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland zu Silvester den Angaben zufolge rund 137 Millionen Euro für Feuerwerksartikel ausgegeben. 

Die Aktion "Brot statt Böller" gibt es seit 1981. In diesem Jahr sammelte die evangelische Kirchengemeinde Bargteheide (Schleswig-Holstein) erstmals unter diesem Motto Spenden zugunsten von "Brot für die Welt". Das 1959 gegründete evangelische Hilfswerk "Brot für die Welt" unterstützt Selbsthilfe- und Lobbyprojekte in mehr als 90 Ländern. Schwerpunkte sind die Überwindung von Hunger, Armut und Ungerechtigkeit sowie die Einhaltung der Menschenrechte.

Mehr zu Brot für die Welt
Bauerndemo mit Traktor
Den Bauern stinkts gewaltig. Preise im Keller, kaum Freizeit, hohes Risiko, Subventionen, die nur Großbetriebe begünstigen. "Brot für die Welt" wirbt für einen Wandel in der Landwirtschaft mit vielen engagierten Kleinbauern in Deutschland.
Dürre in Turkana
800 Millionen Menschen litten an Hunger, erklärte die amtierende EKD-Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs am Mittwoch in einem gemeinsamen Aufruf mit "Brot für die Welt", der Engagement für die Ärmsten fordert.