Kaum Hoffnung bei neuen Syrien-Gesprächen

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz und Staffan de Mistura

Foto: Ronald Zak/AP/dpa

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz und Staffan de Mistura, UN-Sondervermittler für Syrien, treffen sich in Wien.

Kaum Hoffnung bei neuen Syrien-Gesprächen
Neue Friedensgespräche der UN für Syrien haben am Donnerstag in Wien begonnen. Die Gespräche würden zu einem "sehr, sehr kritischen Zeitpunkt" geführt, erklärte der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura. An den zweitägigen Beratungen sollen Delegationen von Präsident Baschar al-Assad und der Opposition teilnehmen.

Diplomaten äußerten sich skeptisch über die Aussichten der neuen Runde in Wien: Eine politische Lösung des fast sieben Jahre dauernden Konflikts mit Hunderttausenden Toten und Millionen Menschen auf der Flucht sei nicht in Sicht.

Hauptstreitpunkt ist die Zukunft von Präsident Assad. Während sein Regime über eine Ablösung Assads nicht sprechen will, verlangt die Opposition seinen Rückzug. Das Regime sieht sich in seiner Verhandlungsposition durch die erzielten militärischen Erfolge gestärkt. In Syrien kämpfen Regierung, Rebellen und Terrorgruppen um die Macht.

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Der UN-Sondergesandte de Mistura hatte die Gespräche aus logistischen Gründen von ihrem angestammten Ort Genf nach Wien verlegt. Aufgrund anderer Veranstaltung seien in Genf nicht genügend Hotelräume verfügbar, hieß es.