Kardinal Woelki: Zuspruch für Eltern mit wenig Geld
Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat Vätern und Müttern, die mit wenig Geld auskommen müssen, seinen Respekt ausgesprochen.
Viele Eltern arbeiteten Tag für Tag in schlecht bezahlten Jobs, nur damit ihre Kinder nicht als arme Kinder erkannt und an den Rand gedrängt würden, sagte der Kölner Erzbischof in seinem "Wort des Bischofs" am Sonntag im Bistumssender Domradio. Für ihre unermüdliche Arbeit sei er den Eltern dankbar.
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Rund drei Monate nach Abreise der päpstlichen Visitatoren hat Papst Franziskus seine Entscheidung über den Kölner Kardinal Woelki bekanntgegeben: Dieser habe "große Fehler" gemacht, soll aber im Amt bleiben.
Trotz vorheriger Proteste wegen seines Verhaltens im Missbrauchsskandal hat der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki am Mittwochabend 17 Jugendliche in Düsseldorf gefirmt. Vor der Kirche Sankt Margareta blieb es ruhig.
Armut habe in Deutschland ein anderes Gesicht als in Entwicklungsländern, betonte Woelki. Hier müsse zwar kein Kind hungern, es bleibe aber außen vor, wenn Gleichaltrige zum Beispiel ganz selbstverständlich mit Popcorntüten ins Kino gingen. Der Kardinal forderte Verantwortliche und Freiwillige dazu auf, Kinderarmut zu bekämpfen. Nach seinen Worten leben in Köln fast 40.000 Kinder in Familien, die Sozialhilfe erhalten.