Luther-Pass-Route wird erweitert

Touristen können sich ihren Besuch an den Luther-Pass-Orten den Angaben zufolge mit einem Stempel bestätigen lassen.

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Touristen können sich ihren Besuch an den Luther-Pass-Orten den Angaben zufolge mit einem Stempel bestätigen lassen.

Luther-Pass-Route wird erweitert
Die touristische Luther-Pass-Route zu historischen Stätten wird erweitert. Künftig gehöre auch Frankfurt an der Oder zu der Route durch die Bundesländer Brandenburg, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt, teilte der Landkreis Elbe-Elster am Dienstag in Herzberg mit.

Stempel und Pässe seien dort kostenlos in der St.-Marien-Kirche und im Museum Viadrina erhältlich. Der Landkreis Elbe-Elster hatte den Luther-Pass zum 500. Reformationsjubiläum im Jahre 2017 erstmals herausgegeben. Der neue Luther-Pass lädt in zwölf Klöster, Kirchen, Museen und Schlösser ein.

Touristen können sich ihren Besuch an den Luther-Pass-Orten den Angaben zufolge mit einem Stempel bestätigen lassen. Wer acht Stempel gesammelt hat, könne immer zum Jahresende an einer großen Verlosung teilnehmen, hieß es. "Der neue Luther-Pass soll eine Brücke sein, um die Leute für die Kirchen und ihre Geschichten zu begeistern, auch wenn sie nicht immer mit Martin Luther zu tun haben", betonte Janine Kauk, Marketing-Koordinatorin von Elbe-Elster.

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Frankfurt an der Oder sei nach 1539 ein Dreh- und Angelpunkt der Reformation und eine bedeutende Handels-, Universitäts- und Druckerstadt gewesen, hieß es zur Aufnahme der Stadt in die Luther-Pass-Route. 1518 hatte Ablasshändler Johann Tetzel an der Frankfurter Universität seine 106 Gegenthesen zu Luthers 95 Thesen verfasst.

Die evangelische Kirche hatte im vergangenen Jahr 500 Jahre Reformation gefeiert. Im Jahre 1517 hatte Martin Luther (1483-1546) seine 95 Thesen gegen die Missstände der Kirche seiner Zeit veröffentlicht, die er der Überlieferung nach am 31. Oktober an die Tür der Wittenberger Schlosskirche nagelte. Der Thesenanschlag gilt als Ausgangspunkt der weltweiten Reformation, die die Spaltung in evangelische und katholische Kirche zur Folge hatte.