BUND-Chef Weiger: 2018 ein Wendejahr für den Klimaschutz

 Naturschützer Hubert Weiger bei einer Demonstration in Berlin unter dem Motto "Kohle stoppen-Klimaschutz jetzt" im Dezember 2018.

© epd-bild/Rolf Zöllner

Naturschützer Hubert Weiger bei einer Demonstration in Berlin unter dem Motto "Kohle stoppen-Klimaschutz jetzt" im Dezember 2018.

BUND-Chef Weiger: 2018 ein Wendejahr für den Klimaschutz
Der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), Hubert Weiger, setzt auf ein breites Umdenken beim Klimaschutz. Das vergangene Jahr mit seinem extremen Wetter könnte eines Tages vielleicht als Wendejahr in die Geschichte eingehen, was das Bewusstsein der Menschen in Deutschland angehe, sagte Weiger am Dienstag auf NDR Info Radio.

"Wir stellen jetzt bundesweit fest, dass die Erwartungshaltung an den Klimaschutz wesentlich größer ist, dass die Betroffenheit der Menschen sich viel stärker artikuliert. "Von dieser Erkenntnis bis zur Bereitschaft, das eigene Leben zu verändern, dauere es zwar etwas, sagte Weiger. Aber immer mehr Menschen nutzten inzwischen den öffentlichen Nahverkehr und gerade Jüngere engagierten sich zunehmend für den Klimaschutz. "Ich glaube, auf diese Bereitschaft könnte die Politik zählen, wenn sie endlich den Mut hätte zu sagen, dass wir jetzt Konsequenzen ergreifen müssen, um den Klimaschutz auch im eigenen Land umzusetzen."

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Konkret forderte der BUND-Chef einen bis 2030 abgeschlossenen Kohleausstieg, eine Verringerung des Energieverbrauchs in Gebäuden und wirkungsvolle Vorgaben für den Verkehr.