Evangelische Frauen fordern Parität auf Wahllisten

Gleichberechtigung auf Wahllisten gefordert.

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Die Evangelischen Frauen in Deutschland fordern ein Gesetz ein, das alle Parteien verpflichtet, ihre Wahllisten abwechselnd mit einer Frau und einem Mann zu besetzen.

Evangelische Frauen fordern Parität auf Wahllisten
Die Evangelischen Frauen in Deutschland fordern ein Wahlgesetz, das Frauen und Männern gleiche Chancen eröffnet.

Das annähernd ausgeglichene Bevölkerungsverhältnis zwischen den Geschlechtern spiegele sich in Parlamenten vom Bundestag bis hin zu Stadträten nicht wider, bemängelte der in Hannover ansässige Dachverband mit rund drei Millionen Mitgliedern am Mittwoch. Der Verband setzte sich daher für ein Gesetz ein, das alle Parteien verpflichtet, ihre Wahllisten abwechselnd mit einer Frau und einem Mann zu besetzen.

"Um eine faire, gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an politischen Entscheidungen zu gewährleisten, brauchen wir Parität", betonte die stellvertretende Vorsitzende Angelika Weigt-Blätgen. In diesem Jahr steht im Mai bundesweit die Europawahl an. Am gleichen Termin wählt Bremen eine neue Bürgerschaft. Außerdem wählen Brandenburg und Sachsen im September und Thüringen im Oktober neue Landtage. In zahlreichen Bundesländern werden auch Kreistage, Stadträte und Gemeinderäte neu besetzt.

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