Nachrichtenplattform "Amal" hat mehr als 100.000 Facebook-Abonnenten

Zehn fest angestellte Journalisten und Journalistinnen aus Syrien, Afghanistan und Iran arbeiten für "Amal, Berlin!" und "Amal ,Hamburg!"

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Seit 2017 verbreiten Journalisten auf den Nachrichtenplattformen "Amal, Berlin!" und "Amal, Hamburg!" Nachrichten auf Arabisch und Persisch. Mehrere fest angestellte Journalisten und Journalistinnen aus Syrien, Afghanistan und Iran arbeiten für das Projekt.

Nachrichtenplattform "Amal" hat mehr als 100.000 Facebook-Abonnenten
Glaubwürdige Nachrichten sind in Zeiten der Corona-Pandemie bei Geflüchteten in Deutschland gefragt: Das zeigt der Erfolg der Plattformen "Amal, Berlin!" und "Amal, Hamburg!" Seit 2017 verbreiten die Journalisten Nachrichten auf Arabisch und Persisch.

"Amal, Berlin!" und "Amal, Hamburg!" haben die Marke von 100.000 Abonnenten auf Facebook überschritten, wie Projektleiterin Julia Gerlach mitteilte. "Wir haben mit Beginn der Corona-Krise einen Boom erlebt. Die Menschen suchen offensichtlich verlässliche Informationen über die Pandemie und über das, was in ihrem Umfeld passiert", sagte Gerlach.

Gerade in diesen unübersichtlichen Zeiten sei es wichtig, dass alle wüssten, was passiert. "Auch, wenn sie noch nicht genug Deutsch können, um eine Tageszeitung zu lesen", erläuterte die Journalistin. Besonders viel geklickt und kommentiert werden den Angaben nach Nachrichten zu Corona und Migration. Amal berichtet auf Arabisch und Persisch tagesaktuell aus Berlin, Hamburg und ganz Deutschland.

Mitarbeiter aus Syrien, Afghanistan und Iran

"Amal, Berlin!" wurde nach eigenen Angaben 2016 gegründet und ist 2017 an den Start gegangen. Zehn fest angestellte Journalisten und Journalistinnen aus Syrien, Afghanistan und Iran arbeiten für das Projekt. Im April 2019 startete das Schwesterprojekt "Amal, Hamburg!" mit vier weiteren Stellen. Bis vor der Corona-Krise hatte die Redaktion von "Amal, Hamburg!" ihren Sitz in den Redaktionsräumen des "Hamburger Abendblatts".

Amal ist ein Projekt der Evangelischen Journalistenschule (EJS) und wird durch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Körber-Stiftung, die Schöpflin Stiftung, die Stiftung Mercator und weitere Partner gefördert. Es wurde 2017 als "Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen" prämiert. Die EJS gehört zum Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) in Frankfurt am Main. Das GEP ist das zentrale Mediendienstleistungsunternehmen der EKD, ihrer Gliedkirchen, Werke und Einrichtungen.

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