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Die AfD sei für Christen nicht wählbar - mit dieser Aussage hat sich Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl den Zorn der Partei zugezogen.
Illegale Immigration sei für die Landeskirche ein "schönes Geschäftsmodell", schreibt der religionspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Hans-Jürgen Goßner, in einer Mitteilung. Aus dem Landeshaushalt bekomme sie dafür ein bis zwei Millionen Euro pro Jahr. Diese Leistungen an Steuergeld wären "sofort beendet", wenn die AfD Wahlen gewinnt, so Goßner.
Der württembergische Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl hatte in einem Zeitschriftenbeitrag geschrieben, die AfD trete die Menschenwürde mit Füßen. Christen sollten sich "dem Ungeist mutig entgegenstellen", der sich in den rechtsextremen Deportationsideen ausdrückt, wie sie die Recherchen des Mediennetzwerks Correctiv kürzlich offengelegt hatten.
Demnach hatten sich AfD-Politiker in Potsdam mit Rechtsextremen getroffen und unter anderem darüber beraten, wie Millionen nicht assimilierter Staatsbürger mit Migrationshintergrund dazu gebracht werden können, das Land zu verlassen.
Gohl: "Ich wünsche mir, dass wir solche Berichte ernst nehmen und uns nicht durch die üblichen Beschwichtigungsformeln den Blick vernebeln lassen", sagte Gohl. "Als Christinnen und Christen glauben wir, dass jeder Mensch Gottes Geschöpf und Ebenbild ist. Er hat eine gottgeschenkte Menschenwürde, die unantastbar ist."