Sozialpädagogin Gebrande neue Vorsitzende der Aufarbeitungskommission

Sozialpädagogin Gebrande neue Vorsitzende der Aufarbeitungskommission

Die unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs hat eine neue Vorsitzende. Die Esslinger Professorin Julia Gebrande sei dazu ernannt worden, teilte das Büro der unabhängigen Missbrauchsbeauftragten des Bundes am Montag in Berlin mit. Die 2016 gegründete Kommission hört Betroffene von Missbrauch an, dokumentiert ihre Erfahrungen, arbeitet sie wissenschaftlich auf und trägt damit dazu bei, die Sicht der Betroffenen in den Aufarbeitungsprozess einzubringen.

Die Sozialpädagogin Gebrande folgt auf die frühere Bundesfamilienministerin Christine Bergmann, die sich jahrelang in diesem Themenbereich engagiert hatte und Ende vergangenen Jahres aus der Kommission ausgeschieden war. Gebrande lehrt und forscht an der Hochschule Esslingen den Angaben zufolge unter anderem zu den Schwerpunkten Prävention, Intervention und Aufarbeitung sexualisierter Gewalt.

Neu in die Kommission berufen wurde den Angaben zufolge die Ulmer Sozialwissenschaftlerin Ulrike Hoffmann, die sich nach eigenen Angaben insbesondere für die Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs in der DDR einsetzen möchte. Die Aufarbeitungskommission hat damit weiter insgesamt sieben Mitglieder.