UNO-Flüchtlingshilfe: Viele Kinder auf der Flucht ohne Bildung

UNO-Flüchtlingshilfe: Viele Kinder auf der Flucht ohne Bildung

Angesichts der wachsenden Zahl von Flüchtlingen weltweit wird eine angemessene Bildung für betroffene Kinder und Jugendliche laut der UNO-Flüchtlingshilfe zunehmend schwieriger. Ende 2022 seien rund 14,8 Millionen Kinder und Jugendliche im schulfähigen Alter auf der Flucht gewesen, teilte die Organisation am Dienstag in Bonn anlässlich des Internationalen Tages der Bildung (24. Januar) mit. Jedes zweite (51 Prozent) der geflüchteten Kinder könne nicht zur Schule gehen.

Nur durch Bildung könnten Flüchtlingskinder ihr Potenzial entwickeln und den Kreislauf von Entrechtung und Perspektivlosigkeit durchbrechen, erklärte der Nationale Direktor der UNO-Flüchtlingshilfe, Peter Ruhenstroth-Bauer. "Für ein selbstständiges Leben in Würde müssen wir dafür sorgen, dass alle Kinder eine Schule besuchen können", mahnte er. Die UNO-Flüchtlingshilfe ist deutscher Partner des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR).

Eine wichtige Aufgabe der UNHCR-Bildungsprogramme sei es, Flüchtlinge nachhaltig und gleichberechtigt in die jeweiligen nationalen Bildungssysteme zu integrieren, hieß es weiter. Deshalb engagiert sich das UN-Flüchtlingshilfswerk in diesem Jahr in 82 Ländern, indem es unter anderem die Bildungssysteme der Aufnahmeländer stärkt und die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern unterstützt.