Zahl der Kita-Fachkräfte in zehn Jahren um 51 Prozent gestiegen

Zahl der Kita-Fachkräfte in zehn Jahren um 51 Prozent gestiegen

Die Zahl der Betreuungskräfte in Kindertageseinrichtungen ist in den vergangenen zehn Jahren um 51 Prozent gestiegen. Zum 1. März 2023 arbeiteten rund 702.200 pädagogische Fachkräfte in den Kitas, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Im Jahr 2013, als der Rechtsanspruch auf Betreuung für ein- bis dreijährige Kinder in Kraft trat, waren nur 465.000 Personen pädagogisch tätig.

Die Zahl der betreuten Kinder stieg im selben Zeitraum von 3,21 Millionen um 22 Prozent auf 3,93 Millionen. Der Anstieg ist den Angaben zufolge vor allem auf den Ausbau der Betreuung von unter Dreijährigen zurückzuführen: 721.600 Kleinkinder wurden zuletzt in Tageseinrichtungen betreut, das waren 43 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor.

Obwohl die Zahl der pädagogischen Betreuungskräfte binnen zehn Jahren stärker gestiegen ist als die Zahl der betreuten Kinder, gilt die Personalsituation in vielen Kitas als angespannt. Das liegt unter anderem am stärkeren Anstieg der Zahl unter Dreijähriger in Betreuung, die eine intensivere Betreuung brauchen als ältere Kinder. So kamen 2022 in Gruppen mit Kindern unter drei Jahren auf eine Betreuungskraft im Schnitt 4,0 Kinder, in Gruppen ab drei Jahren bis zum Schuleintritt waren es fast doppelt so viele Kinder pro Betreuungskraft (7,8).

Ein weiterer Grund für die personelle Notlage vieler Kitas dürfte laut den Statistikern darin liegen, dass der Anteil der Kita-Betreuungskräfte in Vollzeit vergleichsweise gering ist: 66 Prozent des Personals arbeiteten im Jahr 2023 weniger als 38,5 Stunden pro Woche (2013: 65 Prozent).