Evangelischer Kita-Verband empfiehlt den Kitas, Muslima einzustellen.
Muslimische Erzieherinnen haben es in Bayern schwer, in christlich geführten Kitas Fuß zu fassen. Der evangelische Kita-Verband jedoch empfiehlt den Kitas sogar, Muslima einzustellen. So könnten die Kinder auch andere Religionen kennenlernen.
Spanische Erzieherin Paulina in Kita Bremen-Borgfeld
In ganz Deutschland suchen Kitas händeringend nach qualifiziertem Personal. Wie in der Pflege entdeckt die Branche jetzt Fachkräfte aus dem Ausland. Die 23-jährige Paulina ist aus Spanien nach Bremen-Borgfeld gekommen.
Fadime Ilhan (Foto) arbeitet als Erzieherin in einer Ludwigshafener protestantischen Kindertagesstätte mit hohem Migrantenanteil (Foto vom 26.03.2012). Gemeinsam mit Pfarrer Stefan Bauer ist die 26-jährige Erzieherin für die religionspädagogische Arbeit in der zweigruppigen Kindertagesstätte verantwortlich. Während der Pfarrer den Kindern die christliche Religion nahebringt, ist Fadime Ilhan für den muslimischen Part verantwortlich. Dass eine Muslimin in einem protestantischen Kindergarten arbeitet, ist eine Ausnahme. Gemeinhin ist die Mitgliedschaft in einer Kirche oder kirchlichen Gemeinschaft, die der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) angehört, die Voraussetzung für ein Arbeitsverhältnis. Eine Einstellung von nicht protestantischen Erzieherinnen sei in Ausnahmefällen möglich und auch sinnvoll, sagte der pfälzische Oberkirchenrat Manfred Sutter. Dies sei der Fall, wenn der Anteil muslimischer Kinder in einer Kindertagesstätte sehr groß sei oder sprachlicher Förderbedarf bestehe. (Siehe epd-Bericht vom 10.04.2012)
Fadime Ilhan arbeitet als Erzieherin in einer protestantischen Kindertagesstätte in Ludwigshafen. Die gläubige Muslimin gestaltet mit dem Pfarrer die religiöse Erziehung.
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