Arbeitsminister rechnet mit Erhöhung des Mindestlohns

Der Mindestlohn beträgt 8,84 Euro brutto pro Stunde.

Foto: fotolia/marcus_hofmann

Der Mindestlohn beträgt 8,84 Euro brutto pro Stunde. Eine Kommission aus Gewerkschaftern, Arbeitgebervertretern und Wissenschaftlern prüft alle zwei Jahre die Höhe des Mindestlohns. Die nächste Anpassung soll zum 1. Januar 2019 erfolgen.

Arbeitsminister rechnet mit Erhöhung des Mindestlohns
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) rechnet mit einer deutlichen Erhöhung des Mindestlohns. "Die Mindestlohnkommission wird noch im Juni eine Erhöhung vorschlagen."

Angesichts der guten wirtschaftlichen Lage gehe ich von einer kräftigen Erhöhung aus", sagte Heil der Zeitung "Bild am Sonntag". Zugleich kündigte Heil schärfere Kontrollen zur Einhaltung des Mindestlohns an: "Wir haben Hinweise darauf, dass Arbeitgeber ihn immer noch unterlaufen. Wir werden deshalb die Kontrollen ausweiten."

Der gesetzliche Mindestlohn wurde zum 1. Januar 2015 eingeführt. Seit Januar 2017 beträgt seine Höhe 8,84 Euro brutto pro Stunde. Eine Kommission aus Gewerkschaftern, Arbeitgebervertretern und Wissenschaftlern prüft alle zwei Jahre die Höhe des Mindestlohns. Die nächste Anpassung soll zum 1. Januar 2019 erfolgen.

Mehr zu Mindestlohn
Stillleben mit Putzutensilien und Geld in einer geöffneten behandschuhten Hand
Zum 1. Oktober ist der Mindestlohn bundesweit von 10,45 auf 12 Euro gestiegen. Ein Sprung von 15 Prozent. Doch reicht die Erhöhung aus, um steigende Energie- und Lebensmittelpreise aufzufangen? Geringverdiener erzählen aus ihrem Alltag.
Lohn in der Bibel
Was sagt die Bibel zu gerechten Löhnen und fairen Arbeitsverhältnissen? Zum "Tag der Arbeit" gibt's hier Antworten auf diese Fragen.


Dank der guten wirtschaftlichen Lage kann Deutschland laut Heil schon bald Vollbeschäftigung erreichen: "In einzelnen Regionen haben wir sie schon. In Eichstätt liegt die Arbeitslosenquote bei 1,4 Prozent. Das ist Vollbeschäftigung. In Gelsenkirchen sind aber immer noch 13 Prozent arbeitslos. Da müssen wir vor allem Langzeitarbeitslose in Jobs bringen. Dann haben wir die Chance, in den 2020er Jahren in ganz Deutschland Vollbeschäftigung zu erreichen."