Kirchen rufen zum gemeinsamen Friedensgebet

Gezeichnete Friedenstaube mit Olivenzweig

© Laura Rosina/iStockphoto/Getty Images

Am 24. Februar jährt sich der Beginn des Krieges in der Ukraine. Die Kirchen in Deutschland rufen aus diesem Anlass ein zum gemeinsamen Beten für den Frieden auf.

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Kirchen rufen zum gemeinsamen Friedensgebet
Anlässlich des Jahrestags des russischen Überfalls auf die Ukraine am 24. Februar rufen die Kirchen zum gemeinsamen Gebet für den Frieden auf. Unter #pray4ukraine sollen die Gebete im Internet sichtbar werden.

Mit einem Gottesdienstvorschlag wollen die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), die katholische Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) in der Zeit vom 24. bis 26. Februar zum Gedenken der Opfer des Krieges und zum Ende der Gewalt aufrufen, heißt es in gemeinsamen Pressemitteilung. Unter dem Hashtag #pray4ukraine solle das vielstimmige Gebet im Internet sichtbar gemacht werden.

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, ermutigte in einer ebenfalls am 17.2. veröffentlichten Videobotschaft, weder die Hoffnung auf den Frieden aufzugeben, noch in eigenen Bemühungen zum Einsatz für den Frieden nachzulassen. Der ACK-Vorsitzende, der orthodoxe Erzpriester Radu Constantin Miron, erinnerte mit Bezug auf die Zehn Gebote daran, dass der Aufruf zu und die Förderung von Waffengewalt Grundüberzeugungen des Glaubens infrage stellten.

Die Ratsvorsitzende der EKD, Annette Kurschus, rief in ihrer Botschaft dazu auf, gemeinsam für einen Frieden in der Ukraine zu beten, mit dem "der atemlose Kampf ums Überleben" aufhöre.

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Geplant ist unter anderem am 23. Februa, dem Vorabend des zweiten Jahrestags, ein Mahngang in Berlin, der vom Brandenburger Tor zur russischen Botschaft führen soll, wie die Evangelische Friedensarbeit im Raum der EKD donnerstags mitteilte.
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